Unternimm was!

Zum Artikel im UNIfaktor 2/2014

Glaubst du, dass du niemals ein Unternehmen gründen kannst? Denkst Du: ,Das ist viel zu schwierig’? Oder: ,Ich habe nicht genug Geld, um anzufangen’?

Dann wird es Zeit, an Deinen Glaubenssätzen zu arbeiten! Häufig stellen wir selbst das größte Hindernis dar, das Potenzial in unserem Leben zu entfalten. Wir sind die größten Entwerter unserer Fähigkeiten und Begabungen. Dazu kommen dann Familie und Freunde, die – gut gemeint – noch Öl ins Feuer gießen mit ihren Kommentaren: „Du verdienst jetzt doch so viel Geld!’ Oder: ,Willst Du wirklich soviel Risiko eingehen?’ Aber mal ganz ehrlich: Wenn ich von hinten auf mein Leben zurückschaue, also z.B. mit 80 Jahren auf einer Parkbank sitze, ist es gar kein Risiko, sich selbst zu verwirklichen und ein eigenes Unternehmen zu gründen! Dann ist es im Gegenteil eher fahrlässig, es nicht versucht zu haben. Vor allem dann, wenn ich weiß, dass ich ein denkbar schlechter Angestellter bin und mich zudem in der Corporate World überhaupt nicht wohlfühle. Willst Du ein Leben lang etwas tun, von dem Du bereits heute weißt, dass es Dir nicht entspricht? Worauf wartest Du dann?

Meine Erfahrung ist, dass Dinge von außen viel schwieriger aussehen, als sie dann wirklich sind, wenn man die Innensicht erhält. Ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich zu führen, mag von außen wie Hexenwerk aussehen, aber es sind Dinge, die wir lernen können, wenn wir es wirklich wollen. Kein Baby würde eine Sprache lernen, wenn es wüsste, wie schwierig es wäre. Es beginnt einfach! Und alles wird leichter, wenn wir uns Menschen anvertrauen, die uns auf diesem Weg helfen können. Und dieser Weg wird nicht immer leicht. Die Bank, der unliebsame Mitarbeiter und ein uneinsichtiger Kunde können schon nerven, keine Frage! Aber ein Netzwerk aus ,guten Köpfen’ aufzubauen, die uns vor allem darin unterstützen, was uns selbst Probleme bereitet, kann Gold wert sein, d.h. aber auch, sich diesen Personen anzuvertrauen und mit offenen Karten zu spielen. Hier habe ich die größten Fehler gemacht. Ich habe lange geglaubt, ich müsste die Probleme allein lösen und könnte damit niemanden „behelligen“. Dann hat sich das Problem verselbständigt und mir manch schlaflose Nacht beschert, weil sich das „Karussell“ im Kopf gedreht hat. Dabei gibt es aus meiner Sicht nichts Wertvolleres, als echtes Feedback von Menschen zu erhalten, die einen schätzen und deshalb helfen wollen. Gerade als Unternehmer erfahre ich, dass die Themen, die mich bewegen, immer wieder auftauchen. Von anderen und deren Erfahrungen zu profitieren, ist ein schönes Gefühl. Und Verpflichtung für mich, meine eigenen Erfahrungen selbst weiter zu geben.

148674451_adde1f1354_o-2Die wichtigste Eigenschaft für ein erfülltes Leben – und Unternehmen – ist aus meiner Sicht Selbstverantwortung! Nur wenn Du erkannt hast, dass Du für Dein Leben verantwortlich bist und halt eben nicht das Gesellschaftssystem oder Deine Eltern, dann kannst Du loslegen!  Selbstverantwortung bedeutet übrigens nicht, sich immer die Schuld für alles in die Schuhe schieben zu lassen, sondern nur, den eigenen Anteil zu erkennen. Das heißt vor allem, zu realisieren, dass sich nur etwas ändert im eigenen Leben, wenn ich bei mir anfange. Bin ich unzufrieden im Job oder unglücklich in meiner Beziehung, muss ich selbst was ändern, entweder meine Einstellung zu den Dingen oder, wenn es unerträglich ist, zu neuen Ufern aufbrechen. Sei als ,Unternehmer in eigener Sache’ unterwegs, und kümmere Dich heute z.B. um Deine Altersvorsorge! Am Ende Deines Lebens den Staat zu verteufeln, weil der pleite ist und nur eine jämmerliche Grundrente garantieren kann, hilft Dir nicht wirklich. Also nimm Dein Schicksal selbst in die Hand. Unternimm was!