Sich gesellschaftlich engagieren

Aus meiner Sicht gehört zum vorbildlichen Unternehmer auch, dass er sich gesellschaftlich engagiert. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Bereich das jemand tut. Wichtig ist nur, die eigene Energie für etwas Übergreifendes, also auch für morgen, einzusetzen.

Ich sehe gerade etwas entstehen, was mich Stolz macht. Vor Jahren hatten wir die Idee, dass Göttingen wieder Filmstadt werden müsste und damit an die glorreichen Zeiten in den fünziger und sechziger Jahren anknüpft. Alle großen Stars der Zeit haben im „Hollywood an der Leine“ gedreht, z.B. Theo Lingen, Heinz Erhardt oder Grete Weiser.

Uns war natürlich von Anfang an klar, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt, aber gelegentlich ein Kinofilm müsste doch zu schaffen sein! Die Initiative, Göttingen zum Drehort für eine Film- und Fernsehproduktion zu machen, haben wir dann in der Herbstausgabe 2009 des faktor mit dem Artikel „Im Scheinwerferlicht“ gestartet.

Dann haben wir diesem Thema die 8. faktor-Business-Lounge, unsere Netzwerkveranstaltung, im inzwischen abgerissenen Sterntheater gewidmet. Mit Schauspieler Marek Erhardt war der perfekte Gast des Abends gefunden – schließlich spielen viele Szenen aus den Spielfilmen seines Großvaters Heinz in Göttingen. Und so entstand der Kontakt zu zwei Filminteressierten: nämlich Oliver Clark und Daniel Bernhard. Mit SurfCut erstellt Clark professionell Werbefilme, Imagefilme, Produkt- und Unternehmenspräsentationen. Clark und Bernhard, die schon länger ein Konzept zur Umsetzung eines Spielfilmprojektes in Göttingen entwickelten, nutzte unsere Veranstaltung zum Netzwerken. Auf einer von faktor organisierten Informations-Veranstaltung konnten die Filmemacher wenige Wochen später ihre Ideen vortragen und weitere interessante Kontakte knüpfen.

Seither haben Clark, Bernhard und ihre Mitstreiter viel Energie in das Projekt gesteckt, für die sie die Ehrenbürgerwürde der Stadt erhalten müssten. Der Film „Harder und die Göre“ wird derzeit gedreht. Bis zum Weihnachtsgeschäft soll der Film als DVD vorliegen und im Göttinger Cinemaxx sowie deutschlandweit in den Unikinos gezeigt werden.

Das Schöne an diesem Projekt ist, dass nicht drei oder vier große Partner aus der Wirtschaft (die es in Göttingen nicht gibt) das nötige Geld auf den Tisch gelegt haben, sondern dass sich ganz viele Menschen, Organisationen und Unternehmen mit Geld oder Sachleistungen engagieren. So verrückt die Idee am Anfang schien, so sehr wird sie gerade Wirklichkeit. „Harder und die Göre“ macht Mut, sich für unsere Gesellschaft einzusetzen und auch Unvorstellbares zu denken.

Übrigens soll der Film nicht der einzige bleiben: Mit dem ersten Projekt soll der Grundstein zum Start einer Serie von Kriminalfällen mit dem kauzigen Kommissar Harder und seiner Kollegin Bergmann gelegt sein. Ich drücke ganz fest die Daumen und engagiere mich gern weiter!

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